Martin Vojak war schnellster Läufer

Der LK Tatran Chodov & SK Chodsko hatte am vergangenen Samstag zum Ende der Laufsaison   nach Capartice/Nepomuk  zu einem Waldlauf eingeladen, der unter dem Motto „Auf den Spuren der  Grenzschützer“ stand.  Es war der erste Lauf dieser Art, der mit 36 Läufern eine recht gute Resonanz fand. Unter den Läufern befanden  sich mit Franziska Greinke und Martin Ochsenmeier vom Lauftreff Furth im Wald sowie mit Helmut Schneider vom TV  Waldmünchen  auch drei Teilnehmer aus dem bayerischen Grenzraum, worüber sich die Veranstalter sehr freuten. Sie sprachen die Hoffnung aus, dass im nächsten Jahr noch mehr Läufer aus Deutschland nach Capartice kommen.

Martin Ochsenmeier fand vor Beginn des Laufes  nur lobende Worte für die Veranstalter. „Was da alles im Starterpaket war, das findet man sehr selten“, sagte er anerkennend.

Zunächst hatte es eine Nordic-Walking-Veranstaltung gegeben, die jedoch kein großes Interesse fand. Das Interesse am Waldlauf war dagegen mit 36 Läufern recht ordentlich. Die  acht Kilometer lange Strecke führte überwiegend auf Waldwegen und beinhaltete auch einige anspruchsvolle Steigungen.  Den Startschuss für den Lauf hatte Jiri Konop gegeben.

Die schnellste Zeit lief Martin Vojak von Milari Domazlice, der die Strecke in genau 30 Minuten bewältigte. Martin Ochsenmeier präsentierte  sich in einer guten Verfassung und erzielte mit 33:08 Minuten die sechstbeste Laufzeit. In der Kategorie MB bedeutete dies sogar den zweiten Platz für Martin Ochsenmeier hinter Martin Vachal vom LK Tatran Chodov.

In der Kategorie MD hatte Helmut Schneider vom TV  Waldmünchen mit einer Zeit von 42:24 den dritten Platz erreicht.

Für Franziska Greinke vom Lauftreff Furth im Wald sprang in der Kategorie ZB mit einer Zeit von 42:35 der zweite Rang heraus.

Bei der Vorbereitung zum Lauf zeigte sich, dass sich die tschechischen und deutschen Läufer bestens verstehen, denn sie kennen sich schon längst von diversen Veranstaltungen.


St. Adalbert-Kapelle wird an neuem Standplatz errichtet

Wer sich derzeit mit dem Auto über den Grenzübergang Liskova/Höll  in die Partnerstadt Klenci pod Cerchovem begibt, dem wird bestimmt schon rund 300 Meter unterhalb des Hotels Vyhledy in der linken Seite im Wald ein neu errichtetes Stein-Fundament aufgefallen sein. Auf diesem soll eine Kapelle errichtet werden.

Die Idee dazu stammt vom Klencer Bürgermeister, Karel Smutny. Dieser erinnerte sich daran, dass ein paar Hundert Meter unterhalb des neu ausgewählten Standplatzes früher eine Kapelle stand, die dem Heiligen Adalbert (St. Vojtech) geweiht war. Überreste des alten  Fundamentes sind noch  vorhanden, aber es wachsen daraus schon längst Bäume. Dort ist  aber auch noch ein Stein mit der Jahreszahl 1872 zu entdecken, dem Datum der Erbauung der St. Vojtech-Kapelle.

Mit seinem Anliegen fand Karel Smutny die spontane Unterstützung durch Oldrich Kovarik und Lubomir Valenta vom Sport- und Verschönerungsverein Böhmischer Wald („Cesky Les“). Diesem Verein ist auch bereits die wieder errichtete  Kapelle in Capartice/Nepomuk  zu verdanken, die im Jahre 2008 von Bischof Frantisek Radkovsky eingeweiht wurde.  An dieser Einweihungsfeier hatten auch   Waldmünchner Bürger mit 3. Bürgermeister Karl-Heinz Hendl an der Spitze teilgenommen. Ferner hat dieser Verein das Denkmal für Graf   Jiri von Stadion    in Capartice an der Zufahrt zum Cerchov errichtet. Graf von Stadion war ein großer Förderer der touristischen Entwicklung der Region um den Cerchov. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Denkmals-Enthüllung waren damals Personen beiderseits der Grenze ausgezeichnet worden, die sich in den letzten Jahren  um den Cerchov verdient gemacht haben.

Nachdem sich die alte Kapelle in einem Quellgebiet für Klenci pod Cerchovem befand, kam der Entschluss,  die Nachbildung  der Original-Kapelle direkt an der Straße nach Klenci zu errichten.  Sie wird dabei unmittelbar am Wanderweg von Klenci nach Vyhledy stehen, dem so genannten Baar-Steig. Dies trifft sich gut, nachdem es ein altes Foto gibt, auf dem der bekannte chodische Schriftsteller und Priester Jindrich Simon Baar neben der Kapelle steht. Der Baar-Steig, der von Wanderern gerne gegangen wird,  würde damit eine enorme Aufwertung erfahren.

Wie von Lubomir  Valenta zu erfahren war, wurden beim Bau des Fundamentes Steine der alten Kapelle mit eingebaut. Das Projekt soll bis zum Frühling abgeschlossen sein. Das genaue Datum der Einweihung stehe aber noch nicht fest. Auf jeden Fall soll  die neue Kapelle auch der alte Stein mit der Jahreszahl 1872 schmücken.   140 Jahre  nach dem Bau der ersten Kapelle könnte somit die Nachbildung eingeweiht werden und sicherlich werden dazu auch wieder wie zuletzt in Capartice Bürger aus Waldmünchen eingeladen werden.


Neuer Radweg von Klenci nach Waldmünchen wird ausgebaut

Auf Hochdruck laufen derzeit die Arbeiten für die Realisierung  des Radweges, der künftig Waldmünchen mit der Partnergemeinde Klenci pod Cerchovem verbinden soll. Momentan befinden sich die Baumaschinen im Bereich zwischen Capartice  und Vyhledy. Zum Teil werden neue Wege angelegt, wie beispielsweise gegenüber dem Hotel Vyhledy. Überwiegend wird die Trasse aber in diesem Bereich auf dem bestehenden Wanderweg zwischen Klenci und Vyhledy nach Capartice geführt. In Vyhledy, wo sich das Denkmal für den chodischen Schriftsteller Jindrich Simon Baar befindet, werden auf dem parkähnlichen Umfeld ebenfalls die Wege neu hergerichtet. So können sich die Radfahrer darauf freuen,  im kommenden Frühjahr auf einem neuen Radweg in die Partnergemeinde zu gelangen.

 

Straße von Klenci nach Liskova wird saniert

Am Montag, 19. September 2011, beginnen auf der Straße zwischen Klenci pod Cerchovem und dem Grenzübergang Liskova/Haselbach auf einer Streckenlänger von rund neun Kilometern Ausbesserungsarbeiten. In einem Teilabschnitt von 600 Metern erfolgt sogar eine völlige Erneuerung der Straße. Deshalb müssen die Autofahrer in den kommenen Tagen verstärkt mit Behinderungen rechnen. Die Teerarbeiten verschlingen rund 61 Millionen Kronen. 59 Millionen steuert dazu die Region Pilsen bei, für den Rest muss die Gemeinde  Nemanice/Wassersuppen aufkommen.

Jiri Vojak gewinnt 1. Chodenland Grand Prix

In Waldmünchens böhmischer Partnergemeinde  Klenci pod Cerchovem wurde am Sonntag,  29. Mai 2011, erstmals der „Chodenland Grand Prix“ abgehalten, wobei es sich um eine Laufveranstaltung handelte, die über eine Streckenlänge von  9,5 Kilometer von Klenci pod Cerchovem, die Lomikar-Allee  über Trhanov und Pila zum Berg Hradek führte. Es waren  rund 50 Teilnehmer am Start, mit Harald Haas war jedoch leider  nur ein deutscher Läufer in das Rennen gegangen.  Schnellster Läufer war Jiri Vojak von Milari Domazlice in einer Zeit  von 33,45 Minuten. Vojak hat auch auf deutscher Seite schon einige Läufe  gewonnen. Sein Bruder Martin Vojak erreichte mit einer Zeit von 34,21 Minuten den zweiten Platz. Organisator Bohuslav Balcar zeigte sich mit  dem Verlauf  der ersten Veranstaltung, die sehr gut organisiert war,  durchaus zufrieden, hofft jedoch, dass dann im kommenden Jahr  mehr Läufer aus Waldmünchen und Umgebung am Start sein werden. Die Siegerehrung wurde  auf dem Berg Hradek bei der „Chodska Chalupa“ abgehalten. Zum Rahmenprogramm zählte dabei auch ein  Auftritt von Antonin Konrady´s Dudelsackmusik. In der Bilderreihe ganz unten die Ergebnislisten


Radweg Domazlice - Furth im Wald offiziell seiner Bestimmung übergeben

Die Weichen für eine Belebung des grenzüberschreitenden Tourismus sind mit dem Ausbau des Radweges von Domazlice bis zum Drachensee, der ein Teil des internationalen Radweges von München nach Prag ist,  gestellt. Das unterstrichen am Mittwoch, 11. Mai, sowohl die Bürgermeister des Aktionsbündnisses  Domazlicko (Verbund der Gemeinden der Region Domazlice) als auch Bürgermeister Johannes Müller. Dem Vorsitzenden des Aktionsbündnisses, Bürgermeister Libor Picka aus Bela nad Radbuzou, war es vorbehalten den neuen Radweg offiziell zu eröffnen, wobei er von den Bürgermeistern Miroslav Mach (Domazlice), Miroslav Pazdera (Babylon),  Vladimir Koranda (Ceska Kubice), Bürgermeister Johannes Müller sowie Josef Ptak von der bauausführenden Firma Drevotvar-Remesca a Staby SRO bestens assistiert wurde. Von der deutschen Seite war nur noch der Vorsitzende des Freundeskreises Furth imWald/Domazlice, Hermann Plötz vertreten. Gekommen waren  auch die Bürgermeisterin  von Vseruby, Ludmilla Rosova sowie der Leiter der Städtischen Wälder Domazlice, Forstdirektor Jan Benda.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses  Domazlicko hatten sich zunächst in Babylon getroffen und steuerten mit dem Bus  zunächst den Drachensee an. Auf dem weg dorthin erwies sich Jaroslava Seidelmayer, die als Dolmetscherin fungierte, als versierte Reiseleiterin, verwies auf die angrenzenden Berge und bei der Fahrt durch die Stadt Furth im Wald erläuterte sie die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Am Drachensee hieß Bürgermeister Johannes Müller die tschechischen Gäste willkommen und gab über diesen viele Informationen. Müller erwähnte, dass der Drachensee ein grenzüberschreitendes Projekt sei. Die Gesamtkosten hätten sich auf 30 Millionen Euro belaufen, wofür eine 50-prozentige Förderung durch die EU erfolgte. Bürgermeister Miroslav Mach erwähnte, dass der neue Radweg von Domazlice nach Furth im Wald eingebunden ist in den internationalen Radweg von München nach Prag.  Auf deutscher Seite sei der Hohenbogenwinkel mit in das Projekt mit einbezogen, auf tschechischer Seite sei das Gebiet eingrenzt durch den Cerchov, Lucenice und Kdyne. Diese Region habe sich seit Jahrhunderten gemeinsam entwickelt. Dieses Projekt habe die Region nun für die Touristen und Radfahrer neu erschlossen. Er verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass auch der Badesee in Babylon  derzeit saniert werde.   Das Ziel sei es,  den Badesee in Babylon und den Drachensee miteinander zu verbinden und damit ein touristisches Element zu schaffen.  Der Bürgermeister von Babylon, Miroslav Pazdera fügte an, dass er mit seinem Amtskollegen aus Ceska Kubice oft Projekte diskutiere, welche die Gemeinden in der touristischen Entwicklung voranbringen können. So verwies er darauf, dass in Babylon derzeit ein Kurpark mit einem Lehrpfad errichtet werde. Dieser Kurpark, der 5,5 Millionen Kronen kostet,  wurde später noch besichtigt und Pazdera zeigte dabei voller Stolz den  entstehenden Kurpark, der sogar  mit einer elektronischen Informationstafel, bei der es auch Infos in deutscher Sprache gibt, aufwarten kann. Bei der weiteren  Gestaltung des Kurparkes setzt der Bürgermeister auf Vorschläge aus seiner Gemeinde.

Bürgermeister Vladmir Koranda wünschte sich, „dass unsere Region und ihre Projekte von alles Bürgern benützt werden und diese hier auch viel Spaß haben“. Koranda wörtlich: „Wir können stolz darauf sein, was hier geschaffen wurde“.

Anschließend fuhr die Delegation dann zum Grenzübergang Hochstraße, wo der neue Fahrradweg offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, indem von den Bürgermeistern und an dem Projekte beteiligten Persönlichkeiten ein über den Weg gespanntes Band durchschnitten wurde.

Der Abschluss der Informationsfahrt erfolgte mit einer kurzen Konferenz  im Hotel Bohmann in Babylon, zu der auch Tomas Fiala als Vertreter des Ministeriums für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik erschienen war. Dieses Ministerium ist der Partner des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie. Beide Ministerien zeichnen für die Planung und Durchführung der grenzüberschreitenden  touristischen Projekte verantwortlich.

Bei der Konferenz war sich  der Bürgermeister von Babylon, Miroslav Pazdera sicher, dass die grenzüberschreitenden Projekte  positive Auswirkungen auf den Tourismus beiderseits der Grenze haben werden. Bürgermeister Miroslav Mach (Domazlice) wünschte sich, dass auf dem Fahrradweg wenige Unfälle passieren und  dass das Angebot von den Menschen beider Seiten sowie von den Touristen gut genützt  werden.  In dem Radweg sah er einen guten Beitrag  zur Entwicklung der grenzüberschreitenden touristischen Region. Bürgermeister Johannes Müller freute sich, dass ein gemeinsamer Beitrag für den Tourismus geleistet wurde und nützte die Gelegenheit, um sich bei den tschechischen Bürgermeistern für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Dankende Worte richtete er auch an die Regierungen in Regensburg und Pilsen sowie das Wasserwirtschaftsamt mit den Projektleitern Lerch und Eichenseer. Nicht zuletzt dankte er auch dem Lenkungsausschuss des Interregg 3 A-Programms, der  letztlich die Gelder für die Projekte bewilligt habe.  Müller sprach die Hoffnung aus, dass der Radweg im europäischen  Sinne von möglichst vielen Bürgern genutzt wird.


51 000 Kubikmeter Schlamm aus Naturbad in Babylon entfernt

Es gibt viele ältere Bürger in Furth im Wald und Umgebung, die sich noch gut daran erinnern, dass sie in jungen Jahren mit dem Fahrrad in das Bad nach Babylon gefahren sind, um dort zu schwimmen. In den letzten Jahren nach der Grenzöffnung war den Autokennzeichen auf dem Parkplatz beim Babyloner Freizeitbad zu entnehmen, dass auch jetzt wieder verstärkt Personen aus dem Landkreis Cham das schöne Naturbad ansteuern. Dieses wurde nun einer Generalsanierung unterzogen.

Die Arbeiten dazu hatten bereits im vergangenen Jahr begonnen und sind nun weitgehend abgeschlossen. Es war das erste Mal, dass  der Schlamm aus dem Bad befördert wurde, der stellenweise bis zu eineinhalb Meter tief war. Wie der Leiter der Städtischen Wälder Domazlice, Forstdirektor Jan Benda wissen ließ, wurden insgesamt 51 000 Kubikmeter Schlamm mit großen Baggern aus dem Teich geholt und mit Lastwagen auf ein Gelände bei Pila/Snajberk  transportiert. Saniert wurde auch ein Damm, über den ein herrlicher Radweg durch die Städtischen Wälder nach Domazlice führt.

Inzwischen wurde damit begonnen, das Naturbad wieder mit Wasser zu füllen. Dabei stellte sich nach Untersuchungen mit einer Kamera heraus, dass ein Rohr undicht war. Das Loch muss nun zuerst wieder abgedichtet werden. Jan Benda ist sich aber sicher, dass die Freibad-Saison in Babylon am 15. Mai wie geplant eröffnet werden kann, auch wenn danach noch einige kleine Arbeiten verrichtet werden müssen, die bis zum 31. Mai endgültig abgeschlossen sein sollen.

Eigentümer des Bades in Babylon ist übrigens nicht die Gemeinde Babylon, sondern die Stadt Domazlice, die für die Sanierungsarbeiten rund 36  Millionen Kronen aufzubringen hatte.

In den Teich werden laut Forstdirektor Jan Benda auch wieder Fische eingesetzt, jedoch nur ungefähr 100 Stück. Zurück kommen dann auch wieder die Krebse, die vorübergehend in einen anderen Weiher   ausgelagert  worden waren.