Hohe kirchliche Würdenträger auf dem Čerchov

Forstdirektor Jan Benda (links) mit den hohen kirchlichen Würdenträgern. Rechts Bischof František Radkovský

30. Juli 2013

Einen hochkarätigen Besuch verzeichnete  vor  wenigen   Tagen   der  Čerchov, hatten sich doch beim Leiter der Städtischen Wälder Domažlice, Forstdirektor Jan Benda hohe kirchliche  Würdenträger angesagt. Angeführt wurde die  kirchliche Delegation  von dem  ehemaligen tschechischen Kardinal  Miloslav Vlk, der begleitet wurde von    Bischof František Radkovský aus Pilsen, dem  Erzbischof von Olmütz (Olomouc),   Jan Graubner,  dem ehemaligen Bischof von Dresden,  Joachim Reinelt, und dem ehemaligen Bischof aus der österreichischen Stadt Eisenstadt,  Paul Iby. Für den Pilsner Bischof ist ja der Čerchov kein unbekanntes Terrain, denn nahezu jedes Jahr zelebriert er am letzten Sonntag im August  vor mehreren Hundert Gläubigen die  Bergmesse auf der höchsten Erhebung des Böhmischen Waldes. 

Die ganze Gruppe hatte  einen mehrtägigen   Urlaub im Böhmerwald (Český les) verbracht und dabei  die  landschaftlichen Attraktionen  erkundet.  Ihren Aufenthalt beendeten  sie mit dem Besuch auf dem  Čerchov sowie dessen umgebenden  Wäldern   von Fichtenbach  bis Česká Kubice (Böhmisch Kubitzen). Bei dem Besuch auf dem Čerchov wurden sie herzlich vom Ehepaar Blanka und Petr Schröpfer empfangen, den neuen Pächtern des Aussichtsturms und der angrenzenden Hütte des Touristikclubs (KČT) Domažlice. Der  begeisternde    Eindruck, den  die  hohen kirchlichen Würdenträger  gewonnen hatten,  schlug sich mit einem  entsprechenden Eintrag in das  Gästebuch der KČT-Hütte nieder.

Auf dem Rückweg  fuhr  Forstdirektor Jan Benda  mit den Gästen durch  einen großen Teil der Domažlicer Wälder. „Wir haben miteinander über den Besitz der Stadt Domažlice,  wie auch über die damit zusammenhängende Waldarbeit gesprochen“, erzählte Jan Benda.   Der Kardinal und die Bischöfe hätten sich dabei sehr   positiv über die Zugangswege wie auch über den Zustand der Wälder geäußert.

Bischof František  Radkovský  habe sich zudem sehr für die gegenseitigen nachbarschaftlichen Beziehungen interessiert. Aus diesem Grund hatte Jan Benda den  Abschied von den Besuchern    symbolisch an den „Oskar Kögler -Rastplatz“ (Zastavení Oskara Köglera)  in der Nähe des  Kanals der Warmen Pastritz  gelegt. Hier erinnerte der Forstdirektor  an die Persönlichkeit des Begründers  der Equipe-Wanderung von Klenči pod Čerchovem nach Furth im Wald. Gleichzeitig verwies er    auf die Bedeutung dieser Wanderung hinsichtlich der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Nationen.

Bei diesem Besuch beurteilte Bischof Radkovský  wiederholt positiv die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der hiesigen Region    und erinnerte an  den Begründer dieser Zusammenarbeit, den ehemaligen Further Bürgermeister Reinhold Macho, den er persönlich gut gekannt habe.

Der ganze Besuch verlief in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre. Er hatte auch eine Bedeutung hinsichtlich der Präsentierung des Waldbesitzes der Stadt Domažlice und der gesamten Region. „Der   Besuch  hinterließ bei  mir  nachhaltige  Erinnerungen, die ich bis zum Ende meines Lebens im Gedächtnis tragen werde“, sagte Jan Benda.  Deshalb möchte er sich   beim Kardinal und den Bischöfen für deren  Besuch  auch ganz  herzlich bedanken.