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Arbeiten für „Leuchtturm der Menschlichkeit“ haben begonnen - Die ersten Aufnahmen
Der Anfang ist gemacht! Der nach einer Idee von Glaskünstler Ralph Wenzel geplante „Leuchtturm der Menschlichkeit“ auf dem Tannenriegel (910 m) beim Gibacht, nimmt langsam Formen an. Am Freitag, 21. September 2007, wurde das Metallgerüst in den Fels verankert. Am Montag, 24. September, wurde es dann richtig ernst, denn es erfolgten die Fundamentarbeiten und die ersten Steine wurden gesetzt. Unterstützt wurde Ralph Wenzel dabei von freiwilligen Helfern, darunter auch Experten wie Ulli Kolbeck und Georg Roider. Das Projekt soll nun Zug um Zug wachsen und bis gegen Ende Oktober soll es fertiggestellt sein und dann eine Bereicherung für den Glasrundwanderweg darstellen. Über das spektakuläre künstlerische Projekt am Tannenriegel hat die Chamer Zeitung/Further Chronik bereits in der Ausgabe vom 1. September in einer ganzseitigen Reportage ausführlich berichtet. Der „Leuchtturm der Menschlichkeit“ wird etwa drei Meter hoch sein und hat am Sockel einen Durchmesser von 1,50 Meter. Der Turm wird aus Natursteinen gemauert und in diesem werden vier Glaselemente vertikal angeordnet. Dabei handelt es sich um die Weltscheibe, um das christliche Kreuz, den Davidstern und um den Islamischen Halbmond. Diese Elemente hat der Glaskünstler, der im Jahre 2005 bereits mit der Errichtung eines Glaskreuzes auf dem Reiseck für Aufsehen gesorgt hatte, selbst gegossen. Diese Glaselemente werden mit einem Spiegel hinterlegt. Dies gewährleistet, dass die Glaselemente dann über eine Solarzelle nachts Leuchtsignale in die Welt senden. Zu der Idee, einen „Leuchtturm der Menschlichkeit“ zu bauen, war Ralph Wenzel deshalb gekommen, weil er den Eindruck hat, „dass sich unsre Gesellschaft in den letzten drei Jahrzehnten sehr zu ihrem Nachteil verändert hat“. So richtig bewusst sei ihm dies geworden, als er in einem Buch des Bischofs Manilus von Vaison folgenden Ausspruch gelesen hat: „Unser Tun und Handeln ist es, was der vernunftbegabten Seele Antrieb gibt. Sie verabscheut jegliche Unvernunft, sie muss unablässig dagegen ankämpfen, um nicht von ihr verdorben zu werden. Wenn sie die Unvernunft anderer Menschen erkennt, wird sie versuchen, diese auf den richtigen Weg zurückzuführen. Sie kann das entweder durch Belehrungen tun oder indem sie sich in den Dienst öffentlicher Aufgaben stellt und so durch praktisches Handeln eine Korrektur herbeiführt. Und der Zweck des Handelns liegt darin, den Fortbestand der Philosophie sicherzustellen, denn wenn Menschen ihr Denken allein auf die materiellen Belange ausrichten, unterscheiden sie sich nicht mehr von den Tieren.“ Angeregt durch diese Überlegungen einerseits und die „Geiz ist geil“-Mentalität unserer Gesellschaft andererseits, ist Ralph Wenzel zu der Überzeugung gelangt, „dass es notwendig ist, ein Zeichen zu setzen“. Dieses Zeichen sah er in einem „Leuchtturm der Menschlichkeit“. Die Genehmigung für das Projekt gestaltete sich zunächst gar nicht so einfach. Inzwischen steht aber fest, dass den Geschäftsbesorgungsvertrag die Gemeinde Gleißenberg übernimmt. Dies war der Wunsch der Bayerischen Staatsforsten, der damit von Haftungsansprüchen freigestellt ist. Das „Versicherungstechnische“ hat die Sektion Regensburg des Alpenvereins übernommen. Ralph Wenzel hat die ganze Aktion unter das Motto „Von Menschen - Für Menschen“ gestellt. Dies bedeutet, dass alle Arbeiten von freiwilligen Helfern und die notwendigen Gelder aus Spenden gewonnen werden. Nach der Genehmigung konnte nun mit den Arbeiten begonnen werden. Am vergangenen Freitag wurde zunächst das Gelände gesäubert und vorbereitet und schließlich das Metallgerüst in den Fels am Tannenriegel verankert. Dabei wurden Gewindestangen in den Fels einzementiert, die dieses Gerüst halten, das als Zentrierung dient. Diese Arbeiten wurde von Ulli Kolbeck, Georg Roider und Ralph Wenzel ausgeführt. Am vergangenen Montag nun wurde es ernst. Die von Metallbau Franz Vogl gefertigte Form wurde auf den Fels aufgesetzt und in die Waage gebracht. Ferner wurde ein Gerüst aufgestellt. Danach standen die Betonarbeiten an, die gar nicht so einfach waren. Kies und Zement mussten auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus Gibacht gemischt und mit einem Traktor zum Tannenriegel gebracht werden. Mit Eimern wurde der Beton zur vorbereiteten Schalung getragen und es konnten auch gleich die ersten Natursteine gesetzt werden. Zement und Kies hat übrigens die Firma Kolbeck Bau spendiert. Zu den Arbeiten am Montag hatten sich neben Ralph Wenzel Ulli Kolbeck, Georg Roider, Franz Thurner, Josef Lauerer, Karl Reitmeier und Reinhard Neumeier vom Alpenverein eingefunden. Anwesend waren auch Patientinnen der Heiligenfeld-Klinik in Waldmünchen, die im Rahmen ihrer Therapie fleißig mithalfen und letztlich stolz darauf waren, an einem solch einzigartigen Projekt mitarbeiten zu können. Sie wollen sich auch in den nächsten Tagen bei den anfallenden Arbeiten einbringen. Belohnt wurden die freiwilligen Helfer übrigens am Montagabend mit einem grandiosen Sonnenuntergang, der vom Tannenriegel aus beobachtet werden konnte. Ralph Wenzel ist überrascht, welche Reaktion seine Aktion inzwischen gefunden hat. Ein ehemaliger Vollmauer, der nun in Amerika lebt, will einen Stein über den großen Teich schicken und auch sonst für dieses Projekt werben. Weitere Reaktionen hat der Glaskünstler aus Mallorca, China, der Schweiz und aus Holland erfahren. Für den kommenden Samstag (29. September) plant Ralph Wenzel nun einen Aktionstag. Jeder, der mithelfen möchte, kann am Samstag Steine sammeln und zum Tannenriegel schleppen. Mit einer großen Auswahl an Steinen soll dem Maurer Hermann Bösl aus Waldmünchen dann das Mauern erleichtert werden. Interessierte sollen sich ab 13 Uhr beim Gasthaus Gibacht einfinden. Bis Ende Oktober soll das Projekt fertig sein und dann eingeweiht werden. Karl Reitmeier
Das Metallgerüst wurde am 21. September im Fels verankert.
Das Metallgerüst wurde am 21. September im Fels verankert.
Der Georg macht vor dem Gibacht-Wirtshaus den Beton.
Der Georg macht vor dem Gibacht-Wirtshaus den Beton.
Die Arbeiten am 24. September starten.
Die Arbeiten am 24. September starten.
Alles muss genau in der Waage sein.
Alles muss genau in der Waage sein.
Fleißig halfen auch die Damen aus der Waldmünchner Klinik Heiligenfeld.
Fleißig halfen auch die Damen aus der Waldmünchner Klinik Heiligenfeld.
Der Ralph schleppt Getränke heran.
Der Ralph schleppt Getränke heran.
Der Georg transportiert mit seinem Traktor den Beton.
Der Georg transportiert mit seinem Traktor den Beton.
In Eimern wird der Beton zur Baustelle gebracht.
In Eimern wird der Beton zur Baustelle gebracht.
Der erste Beton ist in der Form. Franz, Ralph und Ulli begutachten die Arbeit.
Der erste Beton ist in der Form. Franz, Ralph und Ulli begutachten die Arbeit.
Ralph Wenzel ist zufrieden mit der Arbeit von Ulli Kolbeck.
Ralph Wenzel ist zufrieden mit der Arbeit von Ulli Kolbeck.
Sepp Lauerer und Reinhard Neumeier tragen Beton heran.
Sepp Lauerer und Reinhard Neumeier tragen Beton heran.
Die Helfer beim ersten großen Arbeitseinsatz.
Die Helfer beim ersten großen Arbeitseinsatz.
Die Helfer sind stolz auf ihr Werk, das erste Formen annimmt.
Die Helfer sind stolz auf ihr Werk, das erste Formen annimmt.
Die Helfer wurden gleich mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.
Die Helfer wurden gleich mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.
Einfach wunderbar dieses Naturschauspiel.
Einfach wunderbar dieses Naturschauspiel.
Ulli pass auf, dass Du nicht fällst.
Ulli pass auf, dass Du nicht fällst.
Reinhard, Karl und Ulli beim künftigen Leuchtturm der Menschlichkeit.
Reinhard, Karl und Ulli beim künftigen Leuchtturm der Menschlichkeit.
Turm aus verschiedensten Steinen - Arbeiten vom 29. September 2007
Der “Leuchtturm der Menschlichkeit" am 910 Meter hohen Tannenriegel beim Gibacht wird nach und nach Realität. Am Samstag bat Initiator Ralph Wenzel zum Aktionstag, während dem der Turm, der aus Natursteinen gemauert wird, schon eine Höhe von gut einem Meter erreichte. Das Besondere am Samstag: Die freiwilligen Helfer trugen nachmittags um 13.30 Uhr zu Fuß eine Auswahl von ganz besonderen Steinen vom Gibacht hoch zum Tannenriegel. Die Steine waren in den vergangenen Wochen und Monaten aus den verschiedensten Orten und sogar Ländern zusammengetragen worden. Darunter so besondere Exemplare wie vom Wasserschloss in Arnschwang, aus den Dolomiten, von Südtirol ein Brocken Pechblende, vom Gardasee, natürlich aus Furth im Wald, vom Hohenbogen, vom Zwirenzel, von der Further Glashütte Schlacke-Brocken, Glassteine aus Neckarsulm, Ofensteine aus Fichtenbach, Auerkalk aus Essing/Kreis Kelheim, ein Kalkstein aus Istrien, ein Rotmarot aus Untersberg bei Salzburg, Kalkstein aus Oberndorf bei Bad Abbach, Muschelkalk aus der Nähe von Würzburg, grüner Sandstein aus der Nähe von Bad Abbach, türkischer Kalkstein, ein Stein vom Cerchov-Gipfelplateau, ein “Herzstein" aus dem Berchtesgadener Land, ein Stein aus Otava (Tschechien), von der Fichtenbacher Hütte, von Korsika (Golfe de St. Florent), vom Viechtacher Pfahl, aus dem Tessin, vom Passo Naret, ein Amphibonit vom Dieberg, aus der Windischbergerdorfer Kiesgrube, Quarz aus Herzogau, ein Stein aus Bad Kissingen, aus dem Schweizer Laufenburg ein Granit, von der Bettmannsäge aus dem Schwarzen Regen bei Zwiesel, je ein Glimmerschiefer und ein Quarzstein vom Osser, vom Pariser “le defense", aus Westalgerien vom Plateau de Tademait, vom Haidstein, aus dem Steinbruch am Kühberg, vom Kerschbaumriegel, vom Großen Falkenstein und sogar von der “Chinesischen Mauer" ein Brocken. Dabei ist jedoch nicht die Mauer in Fernost gemeint, sondern die 450 Meter-Natursteinmauer bei Bonholz/Kühnried, die ein Lebenswerk des Bauern Johann Dobmeier aus Bonholz ist. Dazu kommen Sandsteine aus Heidelberg und Steine aus Furth bei Göttweig in Niederösterreich. Am Samstag nun wurden all die besonderen Findlinge in einem Zug auf den Tannenriegel getragen. Sie werden nach und nach zwischen den anderen Natursteinen eingefügt. Das Mauern mit Natursteinen hat eine Eigenart: man kann täglich nicht viel mehr als einen Meter an Höhe hinzufügen, da sonst die untersten Steine durch das Gewicht wieder rausgedrückt würden. Doch auch so hatten die eifrigen Helfer am Samstag genug zu tun. Die letzten rund 100 Meter vor der “Bergbaustelle" sind nämlich mit einem Traktor oder Unimog nicht mehr zu erreichen. So wird jeder Eimer Mörtel und jeder Steinbrocken mit Muskelkraft nach oben geschafft. Doch Ralph Wenzel ist trotz dieser Mühen und einem starken, kühlen Wind begeistert, denn der Ausblick ist bei gutem Wetter einfach wundervoll. Wenzel: “Die schönste Baustelle, die man sich vorstellen kann!" Hans Hastreiter
Sie schleppten Steine zum Tannenriegel.
Sie schleppten Steine zum Tannenriegel.
Mit Muskelkraft den Berg hinauf.
Mit Muskelkraft den Berg hinauf.
Da liegen ja mächtige Brocken.
Da liegen ja mächtige Brocken.
Die Stein-Raritäten liegen bereit.
Die Stein-Raritäten liegen bereit.
Begutachtung des Mauerwerks.
Begutachtung des Mauerwerks.
Fotos: Hans Hastreiter
Bilder von den Arbeiten am 1. Oktober 2007 - Fotos: Karl Reitmeier
Schwieriger Transport.
Schwieriger Transport.
Ganz schön schwer die Eimer mit Beton.
Ganz schön schwer die Eimer mit Beton.
Der Turm wächst langsam.
Der Turm wächst langsam.
Arbeiten in herbstlicher Umgebung.
Arbeiten in herbstlicher Umgebung.
Auch Ralph Wenzel mauert.
Auch Ralph Wenzel mauert.
Wo bleibt der Beton?
Wo bleibt der Beton?
Unterstützung durch Helfer aus der Heiligenfeld-Klinik.
Unterstützung durch Helfer aus der Heiligenfeld-Klinik.
Schwere Brocken werden herangeschafft.
Schwere Brocken werden herangeschafft.
Stoz präsentieren sie sich mit Georg vor dem Werk.
Stoz präsentieren sie sich mit Georg vor dem Werk.
Helmut schleppt einen Kasten mit Getränken heran.
Helmut schleppt einen Kasten mit Getränken heran.
Zierliche Frau ganz stark.
Zierliche Frau ganz stark.
Wieder ist ein Arbeitstag vorbei.
Wieder ist ein Arbeitstag vorbei.
Fotos von den Arbeiten am 5. Oktober 2007
Marianne Mühlbauer erleichterte mit dem Pferd den Betontransport.
Marianne Mühlbauer erleichterte mit dem Pferd den Betontransport.
Auch von der Heiligenfeld-Klinik fanden sich wieder Helferinnen ein.
Auch von der Heiligenfeld-Klinik fanden sich wieder Helferinnen ein.
Der Turm wächst und wächst.
Der Turm wächst und wächst.
Ralph Wenzel zeigt auf einen Stein aus Amerika, der auch eingemauert wurde.
Ralph Wenzel zeigt auf einen Stein aus Amerika, der auch eingemauert wurde.
Das Gerüst muss stabil sein.
Das Gerüst muss stabil sein.
Sogar Helfer aus Heidelberg fanden sich ein.
Sogar Helfer aus Heidelberg fanden sich ein.
Die Arbeiten am 6. Oktober 2007
Immer höher geht es hinauf.
Immer höher geht es hinauf.
Schwierige Anfahrt.
Schwierige Anfahrt.
Der Turm erreicht bald die gewünschte Höhe.
Der Turm erreicht bald die gewünschte Höhe.
Die Helfer am 6. Oktober mit den Steinen.
Die Helfer am 6. Oktober mit den Steinen.
Ein Prosit auf das gelungene Werk.
Ein Prosit auf das gelungene Werk.
Arbeiten am 15. Oktober 2007 - Das entfernte Gerüst gibt den Blick zum Turm frei
Ralph Wenzel erläutert eintreffenden Besuchern die Idee seines Projektes.
Ralph Wenzel erläutert eintreffenden Besuchern die Idee seines Projektes.
Ralph Wenzel bei den Feinarbeiten.
Ralph Wenzel bei den Feinarbeiten.
Hermann Bösl wirft Mörtel in die Fugen.
Hermann Bösl wirft Mörtel in die Fugen.
Letzte Ausbesserungsarbeiten am Turm.
Letzte Ausbesserungsarbeiten am Turm.
Abbau des Gerüstes.
Abbau des Gerüstes.
Hermann Bösl und Hermann Helmut mit dem gelungenen Werk.
Hermann Bösl und Hermann Helmut mit dem gelungenen Werk.
Beim Abtransport des Gerüstes leistet ein Traktor wertvolle Dienste.
Beim Abtransport des Gerüstes leistet ein Traktor wertvolle Dienste.
Stolz sind Helfer und Künstler auf das gelungene Werk.
Stolz sind Helfer und Künstler auf das gelungene Werk.
Ralph Wenzel säubert die Glaselemente.
Ralph Wenzel säubert die Glaselemente.
Seine Idee wurde Realität.
Seine Idee wurde Realität.
Wirklich ein einmaliges Objekt an der Glasstraße.
Wirklich ein einmaliges Objekt an der Glasstraße.
Erste Impressionen mit der Kamera festgehalten.
Erste Impressionen mit der Kamera festgehalten.
Wie bestellt ein strahlend blauer Himmel nach dem Abbau des Gerüstes.
Wie bestellt ein strahlend blauer Himmel nach dem Abbau des Gerüstes.
Abtransport des Gerüstmaterials.
Abtransport des Gerüstmaterials.
Zurück am Gibacht.
Zurück am Gibacht.
Der Leuchturm der Menschlichkeit
Glaskünstler Ralph Wenzel stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Der "Leuchtturm der Menschlichkeit" auf dem Tannenriegel (910 Meter), der auf seine Idee hin realisiert wurde, konnte am Montagnachmittag (15. Oktober) bereits von seinem Gerüst "befreit" werden und damit ist nun der Blick auf das Objekt frei. Bereits in den letzten Tagen hatte das Kunstwerk wiederholt Wanderer auf den Tannenriegel gelockt, die sich alle begeistert äußersten. Vielen neu war auch die herrliche Aussicht, die sich von diesem Punkt bietet. Lohnenswert ist es zudem, einmal einen beeindruckenden Sonnenuntergang vom Tannenriegel zu genießen. Am Montag wurden die vier Glaselemente, welche den "Leuchtturm der Menschlichkeit" zieren, sauber eingemauert. In den nächsten Tagen stehen noch einige Feinarbeiten an. So wird Hermann Bösl noch diverse kleinere Maurerarbeiten am Turm vornehmen. Anschließend muss noch die Solarzelle installiert werden, die es schließlich ermöglicht, dass nachts Leuchtsignale in die Welt gesendet werden und der Turm schon von weitem sichtbar ist.
Wenn dies in die Tat umgesetzt ist, wird der "Leuchtturm der Menschlichkeit" sicherlich wieder viele Fotographen zu besonderen Motiven inspirieren. Ralph Wenzel befasst sich seit über 20 Jahren mit den verschiedensten Menschen in den verschiedensten Ländern mit den verschiedensten Religionen und Kulturen. Dabei hat er nie verstanden, warum im Namen von Religionen, die eigentlich Menschlichkeit predigen, so viele Kriege und Terror über die Menschen gebracht wird. Deshalb war in ihm der Entschluss gereift, einen "Leuchtturm der Menschlichkeit" zu bauen. In dem aus Natursteinen gemauerten, über drei Meter hohen Turm, wurden dabei vier Glaselemente vertikal angeordnet. Es handelt sich hierbei um eine Weltscheibe, den islamischen Halbmond, das christliche Kreuz und den Davidstern. Diese Elemente, die der Glaskünstler selbst gegossen hat, wurden mit der entsprechenden Technik (im Innern des Obelisks wurden Spiegel angebracht) versehen, um über eine Solarzelle abends und nachts Leuchtsignale zu senden. Ralph Wenzel hatte die ganze Aktion unter das Motto "Von Menschen für Menschen" gestellt. Damit wollte er erreichen, dass alle Arbeiten von freiwilligen Helfern vorgenommen werden. In der Tat hatten sich in den letzten Wochen immer wieder viele freiwillige Helfer eingefunden. Dabei herrschte immer eine großartige Stimmung und es machte allen Spaß, bei diesem sicherlich einmaligen Projekt mit Hand anlegen zu können. Viele Bürger hatten auch Steine aus allen Herren Länder zum Tannenriegel gebracht, die in den Turm mit eingemauert wurden. Auch Patienten der Heiligenfeld-Klinik in Waldmünchen beteiligten sich im Rahmen ihrer Therapie an dem Projekt. Großartige Unterstützung bei der Realisierung des Projektes hatte Ralph Wenzel auch durch die Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins sowie die Gemeinde Gleißenberg gefunden. Der Tannenriegel steht auf Gleißenberger Gemeindegebiet. Deshalb war es für die Gemeinde eine Selbstverständlichkeit, den Geschäftsbesorgungsvertrag zu übernehmen. Trotzdem ist Ralph Wenzel auch noch auf Spendengelder angewiesen.
Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann Einzahlungen auf folgendes Spendenkonto machen unter dem Kennwort "Lighthouse of humanity", Sparkasse im Landkreis Cham, Konto-Nummer 120239009, Bankleitzahl 74251020, IBAN: DE05 7425 1020 0120 2390 09, SWIFT-BIC: BYLADEM1CHM. Wie bereits berichtet, wird die Einweihung des "Leuchturms der Menschlichkeit" erst im kommenden Frühjahr erfolgen. Bis dahin werden sicherlich bereits viele Naturfreunde diese neue Touristenattraktion am Glasrundwanderweg am Gibacht besucht haben. Karl Reitmeier (Bericht in der Chamer Zeitung vom 17. Oktober 2007)
Auch ein Weg wurde angelegt
Damit der Zugang zum "Leuchtturm der Menschlichkeit" ungehindert erfolgen kann und nicht die Gefahr gegeben ist, dass Wanderer in dem steilen Gelände abrutschen, wurde in mühseliger Arbeit noch ein Weg angelegt. Die nachfolgenden Bilder verdeutlichen die schwere Arbeit.
Naturgetreu wird der Zugang verbreitert.
Naturgetreu wird der Zugang verbreitert.
Jeder Stein wird genau eingepasst.
Jeder Stein wird genau eingepasst.
Unter dem Zugang wird die Leitung verlegt.
Unter dem Zugang wird die Leitung verlegt.
Erdreich und Laub wird auf den angelegten Weg geschüttet.
Erdreich und Laub wird auf den angelegten Weg geschüttet.
Der Weg ist wirklich sehr gelungen.
Der Weg ist wirklich sehr gelungen.
Freude über den schönen Zugang.
Freude über den schönen Zugang.
Diese Solarzelle, befestigt an einer abgeschnittenen Buche, liefert den Strom für den Leuchtturm.
Diese Solarzelle, befestigt an einer abgeschnittenen Buche, liefert den Strom für den Leuchtturm.
Die letzten Arbeiten am 10. November 2007
Bei grimmiger Kälte wird das Herzstück, die Beleuchtungsanlage, in den Turm eingebaut.
Bei grimmiger Kälte wird das Herzstück, die Beleuchtungsanlage, in den Turm eingebaut.
Die von Helmut Ruhland entwickelte Beleuchtungsanlage wird in den Turm geschoben.
Die von Helmut Ruhland entwickelte Beleuchtungsanlage wird in den Turm geschoben.
Helmut Ruhland baut den Dämmerungsfühler ein.
Helmut Ruhland baut den Dämmerungsfühler ein.
Sieht ja ganz schön frostig aus, dieser 12-Tonnen-Koloss aus Steinen und Beton.
Sieht ja ganz schön frostig aus, dieser 12-Tonnen-Koloss aus Steinen und Beton.
Mit der Flex musste innen das Rohr aufgeschnitten werden.
Mit der Flex musste innen das Rohr aufgeschnitten werden.
Abschluss der Arbeiten bei eisiger Kälte.
Abschluss der Arbeiten bei eisiger Kälte.
Die ersten Nachtaufnahmen vom beleuchteten Turm
Erste Nachtaufnahmen vom leuchtenden Turm - mit Blitz...
Erste Nachtaufnahmen vom leuchtenden Turm - mit Blitz...
... und dann ohne Blitz.
... und dann ohne Blitz.
Am 26. November mit Ralph Wenzel (rechts) beim Leuchtturm.
Am 26. November mit Ralph Wenzel (rechts) beim Leuchtturm.
Der Leuchtturm der Menschlichkeit in der Nacht.
Der Leuchtturm der Menschlichkeit in der Nacht.
In der Nacht der Blick ins Tal mit Chammünster im Hintergrund.
In der Nacht der Blick ins Tal mit Chammünster im Hintergrund.
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